chancetanz – förderung

ausschreibung

Ausschreibung

In Kürze ist eine Antragstellung mit Frist zum 21. Januar 2018 möglich!

Die Antragstellung ist ausschließlich über die Datenbank unter https://kumasta.buendnisse-fuer-bildung.de möglich. Diese wird voraussichtlich ab dem 10. Januar 2018 online sein.

Damit Sie sich bereits informieren und alle notwendigen Schritte vorbereiten können, finden Sie hier unsere aktuelle ChanceTanzAusschreibung, unsere ChanceTanzKalkulationsinformationund die Vorlage_Kooperationszusage . Eine Informationsvorlage, die alle in der Datenbank abgefragten Punkte darstellt, folgt in Kürze.

Bitte beachten Sie, dass eine Antragstellung über die „alte“ kumasta-Datenbank nicht möglich ist.

Weitere Antragsfristen sind der 31. März und 30. September eines jeden Jahres.

projektformate

Gefördert werden Tanzprojekte, die den Vorgaben der Formate Tanz_Start/Tanz_Start + Try_out und Tanz_Intensiv/Tanz_Intensiv + Try_out entsprechen (s.u.). Die Formate unterscheiden sich insbesondere in ihren zeitlichen Vorgaben voneinander (30-40 bzw. 60-80 Stunden Tanz; Try_out zzgl. max. 10 Stunden). Bündnisse können bis zu 6.500 € für ein Tanz_Start Projekt  bzw. 14.000 € für ein Tanz_Intensiv Projekt beantragen. Erweiterbar sind diese beiden Formate jeweils um bis zu 1.500 € für Maßnahmen zur Akquise von Teilnehmer*innen (Try_out Format)

Antragsteller, die bereits erfolgreich eine oder mehrere Maßnahmen durchgeführt haben, können ab 2019 ein Tanz_Sonderprojekt beantragen, das auf die Erarbeitung einer Tanzproduktion ausgerichtet ist und mit maximal 20.000,- € gefördert werden kann.

Die konkreten Projektinhalte werden von den Bündnispartnern konzipiert.

Die Angebote werden von einem professionellen Zweierteam, dem mindestens ein*e Tanzkünstler*in angehört, geleitet. Eine prozessorientierte Herangehensweise ermöglicht den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen, eigene Themen einzubringen und diese kreativ umzusetzen. Die professionelle und künstlerische Expertise des unterrichtenden Zweierteams ist im Rahmen der Antragstellung nachzuweisen.

Die erarbeiteten Ergebnisse der Projekte werden jeweils in einem größeren oder kleineren Rahmen – dem Format und den Teilnehmenden angepasst – präsentiert. Die jungen Teilnehmer*innen machen dabei erste Erfahrungen mit Tanzkunst, erleben kulturelle Teilhabe und persönliche sowie soziale Anerkennung als Präsentierende.

Neben der aktiven Teilhabe am Tanzangebot sollen Angebote zur Rezeption von Tanz in Form von Aufführungs- oder Probenbesuchen professioneller Tanzkompanien sowie Gespräche und Begegnungen mit Tanzkünstler*innen inkludiert sein.

Die Formate:

Tanz_Start

  • 30 – 40 stündiges Tanzprojekt (Zeitstunden à 60 Minuten)
  • Mindestteilnehmer*innenzahl: 10 Kinder/Jugendliche
  • Unterricht im Zweierteam durch professionelle*n Tanzvermittler*in und pädagogische, künstlerisch-pädagogische Fachkraft oder weitere*n Künstler*in in Abhängigkeit von Gruppenkonstellation und inhaltlicher Ausrichtung des Projektes
  • Praktische Begegnung mit Tanz als individueller und künstlerischer Ausdrucksform.
  • Auseinandersetzung mit jugend- und gesellschaftsrelevanten Themen
  • Partizipative und prozessorientierte Arbeitsweise
  • Rezeption von Tanz kann Teil des Projektes sein (nicht verpflichtend)
  • i.d.R. Abschlusspräsentation in einem der Teilnehmergruppe entsprechendem Rahmen
  • Beispiele: regelmäßiger Kurs, Ferien-Tanzcamp, Intensivprojekt im Workshopformat

In diesem Format stehen i. d. R. 30 bis 40 Zeitstunden zur Verfügung. Die konkrete Projektgestaltung wird von den Bündnispartnern in Anpassung an die Zielgruppe und die strukturellen Voraussetzungen des Bündnisses entwickelt. Grundsätzlich sind regelmäßige wöchentliche Angebote genauso möglich wie kompakte Workshoptage in den Ferien, an Wochenenden etc. oder auch Kombinationen daraus. Jedes Projekt wird von einem Zweierteam angeleitet, dem mindestens ein*e professionelle*r Tanzkünstler*in/-vermittler*in angehört. Die weitere Teamzusammensetzung ist abhängig von der jeweiligen Gruppenkonstellation und dem Inhalt des Projektes.
Eine Präsentation der Projektergebnisse kann in einem angemessenen Rahmen stattfinden (von einem internen Showing bis hin zur öffentlichen Präsentation auf einer professionellen Bühne). Die Rezeption von Tanzaufführungen professioneller Kompanien oder auch anderer Jugendprojekte ist möglich, aber im Rahmen von Tanz_Start nicht verpflichtend. Auch der Besuch anderer Veranstaltungen (z. B. Ausstellungen) ist möglich, wenn er in einem thematischen Zusammenhang zum Inhalt des Projektes steht.
Der zeitgenössische Tanz bietet eine Vielfalt an individuellen Ausdrucks- und Präsentationsmöglichkeiten. Das vom Bundesverband eingeforderte prozesshafte und partizipative Vorgehen stellt eine ideale Voraussetzung zur individuellen Förderung und zur Gestaltung von Gruppenprozessen dar. Die Projekte wecken die Potentiale der Kinder und Jugendlichen und ermutigen sie, selbst aktiv, gestaltend und kreativ zu sein. Es geht nicht vorrangig darum, feste Schrittfolgen oder eine spezifische Tanztradition zu vermitteln, sondern darum, gemeinsam mit den Teilnehmer*innen an einer Idee zu arbeiten und diese in einem ergebnisoffenen Prozess zu entwickeln. So eröffnen sich den Kindern und Jugendlichen Räume zur Gestaltung und sie erleben sich als verantwortlicher Teil einer Gemeinschaft. Letzteres wird insbesondere durch gemeinsam gestaltete Präsentationen gefördert.
ChanceTanz regt die Auseinandersetzung mit jugend- und gesellschaftsrelevanten Themen an. Themenfelder wie „Diversität/Umgang mit Vielfalt“, „Umwelt/Umgang mit Ressourcen“, „Digitale Medien“ oder auch „Sprache/Mehrsprachigkeit“ bieten vielfältige Möglichkeiten für eine künstlerische Bearbeitung. Diese Themenfelder sind nicht verpflichtend einzubeziehen, eine Auseinandersetzung mit einem für die jeweilige Zielgruppe geeigneten Bereich wird jedoch ausdrücklich begrüßt.

Tanz_Intensiv

  • 60 – 80 stündiges Tanzprojekt (Zeitstunden à 60 Minuten)
  • Mindestteilnehmer*innenzahl: 10 Kinder/Jugendliche
  • Unterricht im Zweierteam durch professionelle*n Tanzvermittler*in und pädagogische, künstlerisch-pädagogische Fachkraft oder weitere*n Künstler*in in Abhängigkeit von Gruppenkonstellation und inhaltlicher Ausrichtung des Projektes
  • Vertiefung tanzkünstlerischer Erfahrungen; die Entwicklung und Präsentation eigener Tanzstücke auf einer größeren Bühne mit zusätzlichen Intensiv-Probetagen bzw. Bühnenproben als kreativ-produktives Teilhabeprojekt
  • Auseinandersetzung mit jugend- und gesellschaftsrelevanten Themen
  • Partizipative und prozessorientierte Arbeitsweise
  • Rezeption von Tanz (Aufführungsbesuch/e und Reflektion) verpflichtend
  • eine oder mehrere Präsentationen in möglichst professionellem Rahmen
  • Beispiele: regelmäßiger Kurs, künstlerisches Intensivprojekt

In einem Zeitraum von 60 bis 80 Stunden arbeiten die Teilnehmer*innen gemeinsam mit den Projektleiter*innen an einem Tanzstück (oder mehreren kleinen Stücken) zu einem bestimmten Thema. Die konkrete Projektgestaltung liegt, wie bei Tanz_Start, in der Verantwortung der Bündnispartner. I. d. R. mündet ein Tanz_Intensiv-Projekt in einer Präsentation, die in einem der Zielgruppe und dem Projekt entsprechendem Kontext stattfindet. In Ausnahmefällen kann auch auf eine Präsentation verzichtet werden. Zu Tanz_Intensiv gehört verpflichtend die Rezeption einer Tanzaufführung. Es ist auch möglich, andere, in der Region stattfindende ChanceTanz Projekte zu besuchen und deren Aufführung oder ein Work-in-progress zu sehen. Diese Besuche können mit Workshops für die Kinder und Jugendlichen beider Projekte kombiniert werden.
Der zeitgenössische Tanz bietet eine Vielfalt an individuellen Ausdrucks- und Präsentationsmöglichkeiten. Das vom Bundesverband eingeforderte prozesshafte und partizipative Vorgehen stellt eine ideale Voraussetzung zur individuellen Förderung und zur Gestaltung von Gruppenprozessen dar. Die Projekte wecken die Potentiale der Kinder und Jugendlichen und ermutigen sie, selbst aktiv, gestaltend und kreativ zu sein. Es geht nicht vorrangig darum, feste Schrittfolgen oder eine spezifische Tanztradition zu vermitteln, sondern darum, gemeinsam mit den Teilnehmer*innen an einer Idee zu arbeiten und diese in einem ergebnisoffenen Prozess zu entwickeln. So eröffnen sich den Kindern und Jugendlichen Räume zur Gestaltung und sie erleben sich als verantwortlicher Teil einer Gemeinschaft. Letzteres wird insbesondere durch gemeinsam gestaltete Präsentationen gefördert.
ChanceTanz regt die Auseinandersetzung mit jugend- und gesellschaftsrelevanten Themen an. Themenfelder wie „Diversität/Umgang mit Vielfalt“, „Umwelt/Umgang mit Ressourcen“, „Digitale Medien“ oder auch „Sprache/Mehrsprachigkeit“ bieten vielfältige Möglichkeiten für eine künstlerische Bearbeitung. Diese Themenfelder sind nicht verpflichtend einzubeziehen, eine Auseinandersetzung mit einem für die jeweilige Zielgruppe geeigneten Bereich wird jedoch ausdrücklich begrüßt.

Try_out

  • Erweiterung des Formats Tanz_Start bzw. Tanz_Intensiv um ein Try_out in Form von „Schnupperstunden“
  • Try_out dient der Akquise von Teilnehmer*innen für ein Tanz_Start/Tanz_Intensiv-Projekt
  • Max. 10 zusätzliche Stunden (Zeitstunden à 60 Minuten) in unterschiedlichen Einrichtungen bzw. mit unterschiedlichen Gruppen
  • Vorstellung des Projektes (praktisch und/oder theoretisch) und der Projektleiter*innen
  • Keine Mindestteilnehmer*innenzahl
  • Keine Präsentation und keine Rezeption innerhalb des Try_out
  • Alle weiteren Vorgaben wie bei Tanz_Start bzw. Tanz_Intensiv

Das Format Tanz_Start bzw. Tanz_Intensiv wird hier um „Schnupperstunden“ erweitert, um für das Angebot zu werben. In max. 10 Stunden stellt das künstlerisch/pädagogische Leitungsteam potentiellen Teilnehmer*innen das Projekt und sich selbst vor.

Die „Schnupperstunden“ können z. B. in einer oder mehreren Jugendfreizeiteinrichtungen oder in Schulen (verschiedene Klassen) stattfinden. Zur Akquise ist es möglich, vereinzelte Stunden im regulären Schulunterricht anzubieten. Es handelt sich um einmalige Einheiten, die das Angebot bekannt machen und den Kindern bzw. Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich im Anschluss auf freiwilliger Basis für oder gegen das außerunterrichtliche Projekt zu entscheiden.

Alle weiteren Vorgaben entsprechen denen eines Tanz_Start/Tanz_Intensiv-Projekts.

Gefördert werden zusätzliche und außerunterrichtliche Bildungsmaßnahmen, die neuartig und in sich abgeschlossen sind. Maßnahmen, die bereits begonnen haben oder für die andere öffentliche Bundesmittel verwendet werden, sind von einer Förderung ausgeschlossen.

Außerschulisch bzw. außerunterrichtlich ist eine Maßnahme, laut Definition des BMBF, wenn:

  • (Letzt)Zuwendungsempfänger (LZE) und Veranstalter der Maßnahme auf lokaler Ebene ein außerschulischer Träger ist, nicht die beteiligte Schule.
  • Die Maßnahme außerhalb der Unterrichtszeiten stattfindet.
  • Die Teilnahme der Schülerinnen und Schüler an der Maßnahme freiwillig ist.
  • Die Maßnahme verantwortlich von dem außerschulischen Träger geplant und durchgeführt wird.
  • Projekttage oder Projektwochen von Schulen können nicht durch „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ gefördert werden.

Ein Katalog zuwendungsfähiger Ausgaben mit Richtwerten und teilweise Minimal- bzw. Maximalbeträgen unterstützt die projektspezifische Kalkulation im Rahmen der Antragstellung. Je nach Maßnahmenart kann bis zur maximalen Fördersummen von 6.500/8.000 bzw. 14.000/15.500 € eine Kalkulation erstellt und beantragt werden.

Im Rahmen der ChanceTanz – Projektmaßnahmen sind nachfolgende Ausgaben förderfähig:

  • Honorare für Unterrichtende
  • Honorare für projektbegleitende Tätigkeiten (in direktem Zusammenhang mit dem Projekt, z.B.: Planung/Ablauf Technik, Kostümplanung/-beschaffung/-anfertigung, Präsentationsvorbereitung/-begleitung, Dokumentation – Auswertung/Berichtswesen, Rezeptionsbegleitung, Honorare für zusätzliche, maßnahmespezifische Tätigkeiten; NICHT: Organisation, Koordinierung, Unterrichtsvorbereitung)
  • Aufwandsentschädigungen für Ehrenamtliche
  • Sächliche Verwaltungsausgaben (u.a. Fahrtausgaben für Unterrichtende, Mietaufwendungen für Tanzräume, Aufwendungen für Präsentation (Bühne Miete, Technik Miete, Technisches Honorar, GEMA, Rechte), Aufwendungen für Foto/Video – Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit, Aufwendungen für Rezeptionsbesuche, Aufwendungen für Präsentationsmaterial, Verpflegungsausgaben/Übernachtungs-ausgaben für Teilnehmer*innen/Begleiter*innen, Fahrtausgaben für Teilnehmer*innen, sonstige direkt dem Projekt zurechenbare Sachausgaben)

Mit dem Verwendungsnachweis können zu Projektende 5% der als förderfähig anerkannten Projektmittel als pauschale Verwaltungsaufwendung geltend gemacht werden (5% bzw. mind. 300 € bei Antragssumme unter 6.000 €). Der Betrag ist nicht Bestandteil der Kalkulation auf Ebene der Antragsteller.

zielgruppe

  • Die Tanzprojekte wenden sich an Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 18 Jahren, die in bildungsbenachteiligenden Situationen aufwachsen.
  • Bildungschancen werden insbesondere durch die im nationalen Bildungsbericht 2016 benannten Risikolagen beeinträchtigt (soziale Risikolage – Erwerbslosigkeit der im Haushalt lebenden Elternteile; finanzielle Risikolage – geringes Familieneinkommen; bildungsbezogene Risikolage – geringe formale Qualifizierung des direkten Umfeldes).
  • Das Erreichen der Teilnehmer*innen wird entweder über die sozialräumliche Verortung (z.B. Stadtviertel mit hoher Arbeitslosenquote) oder aber durch das Profil einer oder mehrerer Einrichtungen bzw. Bündnispartner gewährleistet.
  • Die Gruppe kann altershomogen sowie altersübergreifend gestaltet sein. Auch die Einbeziehung von Eltern in die Projekte ist auf der Grundlage eines überzeugenden Formates grundsätzlich möglich (z.B. Einladung zu Präsentationen inkl. Workshop, gemeinsame Theaterbesuche etc.).
  • Der Diversität unserer Gesellschaft ist Rechnung zu tragen. Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf, mit Migrations- oder Fluchterfahrung etc. können und sollen erreicht werden. Inklusive Projekte sind willkommen. Dies beinhaltet u.a., dass auch Kinder und Jugendliche einbezogen werden können, die nicht unmittelbar von einer Risikolage betroffen sind.

bündnisse

  • Jedes Projekt wird von einem Bündnis, das aus mindestens drei unterschiedlichen Institutionen besteht, realisiert. Die Möglichkeiten zur Bündnisbildung sind vielfältig. Wichtig ist, dass das Bündnis sowohl die tanzkünstlerische Expertise, die Zielgruppenerreichung und die sozialräumliche Einbettung sicherstellt. Darüber hinaus ist die inhaltliche Ausrichtung des Projektes ausschlaggebend für die jeweilige Bündnisgestaltung. Bitte beachten Sie, dass ein Bündnis z.B. nicht aus einem Theater und zwei allgemeinbildenden Schulen bestehen kann, sondern es drei unterschiedlicher Arten von Einrichtungen bedarf. Sie können ein Bündnis auch aus vier oder mehr Institutionen bilden.
  • Der antragstellende Bündnispartner ist gemeinnützig oder eine Einrichtung in kommunaler Trägerschaft und mit der administrativen Abwicklung öffentlicher Fördermittel vertraut. Als Antragsteller nicht zugelassen sind formale Bildungseinrichtungen (Schulen, Kitas, Unis) und kommunale Verwaltungen. GbRs können bei ChanceTanz keine Anträge stellen, sind aber als Bündnispartner zugelassen.
  • Die Bündnispartner sind bereit, unbare Eigenleistungen einzubringen.
  • Der Antragsteller erhält nach Projektabschluss 5% der als zuwendungsfähig anerkannten Projektmittel als Verwaltungspauschale für die koordinative und organisatorische Bündnisarbeit (mindestens jedoch 300 €).

Der Bundesverband Tanz in Schulen unterstützt nachhaltige Kooperationen durch Beratung, Qualitätsentwicklung und bundesweiten Fachaustausch. Mindestens einmal jährlich findet ein Fachtag statt, an dem die verschiedenen Projektbeteiligten der Bündnisse teilnehmen können. Darüber hinaus werden die geförderten Bündnisse angehalten, über ihre Projekte und die Kooperation mittels eines zur Verfügung gestellten Instrumentariums (Projektdatenbank) zu reflektieren. Aufbauende Projekte und kontinuierliche Kooperation der Bündnisse sind wünschenswert. Folgeanträge können gestellt werden.

formale Antragstellung

Da die neue Datenbank des Programms „Kultur macht stark“ voraussichtlich ab dem 10. Januar 2018 zur Verfügung steht, konzipieren Sie Ihre Anträge bitte zunächst über die Excel-Vorlage, die alle in der Datenbank abgefragten Punkte darstellt (diese folgt in Kürze). Zur Kalkulation der Anträge beachten Sie die separate Kalkulationsinformation. Alle Vorlagen finden Sie unter dem Menupunkt „Ausschreibung„.
Die Antragseinreichung ist voraussichtlich ab dem 10. Januar 2018 online möglich. Wenn Sie Fragen zur Antragstellung haben, können Sie sich natürlich gerne bereits vor dem 10. Januar telefonisch oder per E-Mail an uns wenden. Sie können Text und Kalkulation bereits in die Excel-Vorlage eingeben und ab dem 10. Januar entsprechend in die Datenbank übertragen. Bitte beachten Sie: Anträge können NICHT über die kumasta-Datenbank der letzten Programmrunde gestellt werden.

Wenn Sie Bündnispartner gefunden und gemeinsam eine Projektidee entwickelt haben, folgen als weitere Schritte:

  • Bereiten Sie den Antrag gemäß den benannten Vorlagen vor.
  • Kalkulieren Sie Ihre Ausgaben je nach Format (Tanz_Start oder Tanz_Intensiv; evtl. Try_out) mit Hilfe der Kalkulationsinformation. Bitte richten Sie sich dabei nach dem Beispieleintrag.
  • Lassen Sie sich von jedem Bündnispartner eine schriftliche Kooperationszusage (Muster Kooperationszusage) geben und scannen diese als ein Dokument ein (Anlage 1 Ihres Antrages).
  • Holen Sie ebenfalls die beruflichen Lebensläufe der Unterrichtenden (gerne auch mit link zu Anschauungsmaterial aus Unterricht oder Produktionen) ein und speichern Sie diese in einem Dokument ab (Anlage 2 Ihres Antrages).
  • Füllen Sie zwischen dem 10. und 21. Januar (Antragsfrist) 2018 den Antrag unter https://kumasta.buendnisse-fuer-bildung.de aus und reichen diesen inklusive aller notwendigen Anlagen (Kooperationszusagen und Lebensläufe) online ein. Sie können maximal drei Anlagen hochladen. Kein Postversand des Antrages!
  • Es können mehrere Maßnahmen in einem Antrag erfasst oder mehrere Anträge gestellt werden. Um ein sinnvolles Verfahren abzustimmen, sollten Sie mit uns Kontakt aufnehmen.
  • Nach der Jurysitzung (Mitte Februar) erfahren Sie, ob Ihr Antrag positiv bewertet wurde. Im Falle einer positiven Bewertung erfolgen alle weiteren Schritte im Anschluss und erst nach Information durch den Bundesverband Tanz in Schulen e.V. Unter anderem sind ein Veranstaltungsplan und eine Kooperationsvereinbarung zu erstellen.
  • Bitte nehmen Sie bei allen Fragen unbedingt mit uns Kontakt auf. So erleichtern Sie sich die Antragstellung und vermeiden aufwendige Überarbeitungen.

Mit der Bewilligung wird mit dem Antragsteller ein privatrechtlicher Zuwendungsvertrag abgeschlossen. Die Vorgaben des Programms und weitere Bestimmungen öffentlicher Zuwendung müssen eingehalten werden.

Die Bündnisse bzw. der Antragsteller erhält für den Aufwand der Koordinierung und Administration eine Verwaltungspauschale in Höhe von 5% der als zuwendungsfähig anerkannten Projektmittel, welche im Rahmen des Verwendungsnachweises abgerechnet und ausbezahlt wird (mind. jedoch 300 €).

Das Projektteam ChanceTanz steht für Antragsberatung und Anfragen telefonisch oder per Mail zur Verfügung.

Die neue Datenbank des BMBF, über welches die Antragstellung zu erfolgen hat, wird demnächst zur Verfügung stehen. Detaillierte Erläuterungen finden Sie außerdem jeweils in der aktuellen Ausschreibung.

Hier geht es zur Programmseite „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des BMBF

jury

Die Jurymitglieder

Claudia Feest ist Diplombiologin, Atem- und Bewegungspädagogin/und -therapeutin, ehemalige Tänzerin, Choreografin, Mitbegründerin der Tanzfabrik Berlin, deren künstlerische Leiterin sie bis Ende 2003 war. Sie war Initiatorin und bis 2004 künstlerische Leiterin der TanzNacht Berlin und Tanz made in Berlin – Forum für zeitgenössischen Tanz. Von 1999 bis 2003 war sie Mitglied im Rat für die Künste Berlin. Sie ist Gründungsmitglied des Dachverbands Zeitgenössischer Tanz Berlin (ZTB), von 2003 bis 2007 zweite Vorsitzende der Gesellschaft für Tanzforschung (GTF). Seit März 2006 ist sie Vorstandsmitglied des Dachverband Tanz Deutschland – Ständige Konferenz Tanz e.V. (DTD) und Leiterin der AG Tanz(Aus)Bildung. In der Lehre und Forschung im Bereich von elementarer Atem- und Bewegungslehre und Körperwahrnehmung ist sie in Form von Lehraufträgen am Nachdiplomstudiengang TanzKultur der Universität Bern (Schweiz) und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK) in Frankfurt am Main, sowie als freischaffende Atem- und Bewegungspädagogin im In- und Ausland tätig. 2006/07 war sie Koordinatorin beim Senat für Wissenschaft, Forschung und Kultur Berlin bzw. beim Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten für das Hochschulübergreifende Zentrum Tanz – Pilotprojekt Tanzplan Berlin. 2009 bis 2011 hatte sie die Projektleitung und Konzeption für das Berliner Projekt für kulturelle Bildung TanzZeit – Zeit für Tanz in Schulen inne. Seit 2007 ist sie Mitglied in zahlreichen Jurys für Tanz und Darstellende Künste in Berlin, NRW und auf Bundesebene.

Martin Nachbar – in Bearbeitung

Patrick Krings – in Bearbeitung

NN – folgt

Projektteam ChanceTanz bestehend aus Katharina Schneeweis und Martina Kessel

fachtage

Die durch ChanceTanz geförderten Bündnisse werden jährlich zu einem Fachtag eingeladen, der sich jeweils einem ausgesuchten Thema im Kontext von „Kultur macht stark“ bzw. „ChanceTanz“ widmet.

Die Fachtage dienen als Austauschplattform und Arbeitsforum, bei denen sowohl Beiträge von diversen Fachleuten zu hören sind als auch die Teilnehmer in verschiedenen Arbeitsgruppen ihre Erfahrungen zu bestimmten Themen einbringen und austauschen können.

Hier ein Rückblick auf die Fachtage der ersten Förderrunde von ChanceTanz (2013 – 2017)

4. Fachtag ChanceTanz
Der 4. Fachtag fand am 20. Januar in den Uferstudios in Berlin und am 27./28. Januar 2017 im tanzhaus nrw in Düsseldorf statt. Im Zentrum stand diesmal das Thema „Strategien der Zielgruppenerreichung- und haltung“. Wir beschäftigten uns sowohl mit diesem Aspekt auf der Ebene der Bündniszusammenstellung, der Aufgabenverteilung, der Akquisemaßnahmen aber auch auf der ganz konkreten „Arbeitsebene“ mit den jungen Teilnehmer*innen. Mit einem praktischen Input hatten wir den Tänzer und Choreografen Seppe Baeyens (Ultima Vez) zu Gast. Wir freuen uns sehr, dass wir an diesem Fachtag auch Kinder und Jugendliche dabei hatten, die sich sowohl praktisch als auch diskursiv mit uns austauschten!

3. Fachtag ChanceTanz
Der 3. Fachtag fand am 16.1.2016 in Leipzig statt. Gastgeber war das Heizhaus in Leipzig-Grünau. Thematisch haben wir uns mit den besonderen Aspekten der tanzkünstlerischen Arbeit mit männlichen Kindern und Jugendlichen und mit den Herausforderungen in der Arbeit mit jungen Menschen mit Fluchterfahrung beschäftigt. Zu Letzterem hat der Verband eine umfassende Broschüre veröffentlicht, die viele wichtige Aspekte der Arbeit beleuchtet. Die Broschüre als Download können Sie hier einsehen: Tanzkunst mit geflüchteten Menschen.
Die Kurzdokumentation des 3. Fachtages finden Sie hier: DokumentationFachtag_Leipzig.
Ein Tipp für alle, die mit Menschen mit Fluchterfahrung arbeiten: RISE statement on working with the refugee community

2. Fachtag ChanceTanz
Der 2. Fachtag ChanceTanz fand am 16. und 17. Januar in Köln und am 24. Januar 2015 in Hamburg statt. Thematisch stand das Thema „Kooperationen“ im Zentrum. Eine Kurzdokumentation des Fachtages und alle Präsentationen finden Sie beigefügt.

Kurzdokumentation 2. Fachtag ChanceTanz
Anlage: Qualitätsrahmen des BV Tanz in Schulen
Gelingensbedingungen von Kooperationsprojekten
Arbeitshilfe Selbstevaluation_Hamburg von Kerstin Hübner
Arbeitshilfe Selbstevaluation_Köln Viola Kelb
Infotisch Administration
Hier geht’s zum Leitfaden
             Hier geht’s zum Poster „Qualitätsrahmen

Die Präsentation des Impulsbeitrages von Benita Lipps „1 + 1 + 1 = 5 – Es rechnet sich. Wege, Tipps & Tricks zur erfolgreichen Zusammenarbeit heterogener Partner“ lässt sich online hier abrufen.

Die Arbeitshilfe zur Selbstevaluation von Bündnissen und Projekten der bkj, die sie im Kontext ihres Programms „Künste öffnen Welten“ entwickelt hat, lässt sich als Online-Publikation hier nachlesen.

1. Fachtag ChanceTanz
Der 1. Fachtag ChanceTanz, der am 11. Januar in Köln und am 18. Januar 2014 in Berlin stattfand, widmete sich dem Thema „Zielgruppe“. Wie erreichen wir die Kinder und Jugendlichen, die wir im Rahmen von „Kultur macht stark“ erreichen wollen? Warum bleiben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während des Projektes dabei oder scheiden aus? Welche Bündnispartner und welches Konzept machen hier Sinn? Diese und weitere Fragen waren Ausgangspunkt des Fachtags. Die Dokumentation gibt einen Einblick in die Erfahrungen der ersten „ChanceTanz“-Projekte und fasst die Erkenntnisse, die im Rahmen von Arbeitsgruppen, Vorträgen und Impulsreferaten während des Fachtags ausgetauscht und diskutiert wurden, zusammen. (Dokumentation1. Fachtag ChanceTanz 2014)

FAQ

außerschulisch / außerunterrichtlich

Projektmaßnahmen sind nur förderfähig, wenn sie praktisch handhabbar vom Schulunterricht abgegrenzt sind. Für Maßnahmen in einem schulischen Kontext gilt folgendes:

1. Veranstalter der Maßnahme und Zuwendungsempfänger auf lokaler Ebene ist ein außerschulischer Träger des lokalen Bündnisses, der die Maßnahme verantwortlich plant und durchführt. Dies ist der Fall, wenn alle im Folgenden genannten Kriterien erfüllt sind:

  • Er ist Antragsteller der Maßnahme und erhält und verwaltet die MIttel.
  • Er übernimmt die Organisation.
  • Er ist dem eingesetzten Personal gegenüber weisungsbefugt, vereinbart mit den Honorarkräften die Aufgaben und koordiniert die Ehrenamtlichen.
  • Er übernimmt die Aufsichtspflicht für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler.
  • Er legt Inhalte, Ziele, Ablauf und Methoden der Maßnahme fest.

2. Die Maßnahme ist als zusätzliches, außerunterrichtliches Angebot konzipiert, wenn diese Kriterien sämtlich erfüllt sind:

  • Die Maßnahme ist weder Bestandteil der (vom jeweiligen Land) festgelegten Stundentafel des Regelunterrichts noch Bestandteil des (vom jeweiligen Land) finanzierten Ganztagsschulbetriebs.
  • Sie ist nicht im Kerncurriculum bzw. Lehrplan des jeweiligen Landes vorgeschrieben.
  • Die Teilnahme an der maßnahme fließt nicht in die Notengebung ein.
  • Die Schülerinnen und Schüler (bzw. ihre Erziehungsberechtigten) können sich frei für oder gegen die Teilnahme an dem konkreten Angebot entscheiden (siehe dazu Definition Freiwilligkeit nachfolgend).
  • Die Maßnahme ist neu und zusätzlich, d.h. es existierte in dieser Form vor der Förderung nicht.

Freiwilligkeit in diesem Zusammenhang bedeutet:

  • Die Freiwilligkeit ist gegeben, wenn die Wahl zwischen dem Kultur-macht-stark-Angebot und Freizeit oder einer frei gestalteten Pause besteht.
  • Die Freiwilligkeit ist nicht gegeben, wenn sich die Schüler z.B. im Rahmen von Wahlpflichtkursen zwischen verschiedenen Kursen entscheiden müssen.
  • Die Freiwilligkeit ist nicht gegeben, wenn im Rahmen einer von der Schule angesetzten Projektwoche ein zusätzliches Angebot finanziert wird.
  • Die Freiwilligkeit ist nicht gegeben, wenn Schulunterricht durch Kultur-macht-stark-Maßnahmen mitgestaltet oder ersetzt wird.

3. Angebote im Rahmen des offenen oder gebundenen bzw. verlässlichen Ganztagsschulbetriebs können gefördert werden, soweit sie alle oben genannten Voraussetzungen erfüllen.

4. Projekttage und Projektwochen von Schulen oder Teilen der Schulen, wie einzelnen Klassen oder Jahrgängen, sind von einer Förderung ausgeschlossen.

5. Die erforderlichen Kooperationsvereinbarungen mit den beteiligten Schulen beinhalten eine Beschreibung der geplanten Maßnahmen und Angaben zur o.g. Aufgabenteilung.

Voraussetzungen für eine Förderung von Maßnahmen in Kindertagesstätten, Kindergärten oder Horten

Angebote im Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ (2018– 2022) können in enger Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten, Kindergärten oder Horten stattfinden. Das reguläre Betreuungsangebot dieser Einrichtungen darf davon nicht beeinflusst werden.
Förderfähige Maßnahmen sollen bildungsbenachteiligten Kindern einen ersten Zugang zu kultureller Bildung ermöglichen, die qualitative oder quantitative Verbesserung bestehender Betreuungsangebote in Kindertagesstätten, Kindergärten oder Horten ist nicht Gegenstand des Programms „Kultur macht stark“.
Förderfähige Angebote kultureller Bildung müssen deshalb vom Regelangebot praktisch handhabbar abgegrenzt werden. Dabei sind folgende Punkte zu beachten:
• Die über „Kultur macht stark“ geförderte Maßnahme ist zusätzlich, die üblichen Betreuungsgruppen laufen parallel und unverändert weiter.
• Die Maßnahmen werden verantwortlich von qualifizierten, externen Personen geplant und durchgeführt. Das Personal der Betreuungseinrichtung kann die Maßnahmen begleiten, sofern es nicht über Fördermittel des Programms finanziert und für die Betreuung der laufenden Gruppen nicht benötigt wird.
• Die Entscheidung für die Teilnahme an einer „Kultur macht stark“ Maßnahme wird von jedem bzw. für jedes Kind individuell getroffen.
• Angebote, die über einen längeren Zeitraum (drei Monate oder länger) verlässlich in den Tages- bzw.  Wochenplan der Einrichtung integriert sind und von allen Kindern der Betreuungseinrichtung genutzt werden können, sind nicht förderfähig.

• Die erforderlichen Kooperationsvereinbarungen mit den beteiligten Bündnispartnern beinhalten eine Beschreibung der geplanten Maßnahmen und Angaben zur o.g. Abgrenzung vom Regelbetrieb.

Bildungsbenachteiligung

Das BMBF beruft sich bei der Definition auf den Nationalen Bildungsbericht 2016, der unterschiedliche Risikolagen, in denen Kinder und Jugendliche aufwachsen können, benennt, durch die eine Bildungsbenachteiligung hervorgerufen wird. Diese Risikolagen sind:

  •  soziale Risikolage (Erwerbslosigkeit der im Haushalt lebenden Elternteile),
  • finanzielle Risikolage (geringes Familieneinkommen, die Familie erhält z. B.Transferleistungen),
  • bildungsbezogene Risikolage (z. B. Eltern sind formal gering qualifiziert).

Alle Kinder und Jugendlichen, die zur Zielgruppe gehören, sollen die Möglichkeit zur Teilnahme am Programm haben. Dies gilt auch für Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf oder mit einem Wohnsitz im ländlichen Raum. Um deren Teilnahme an den Bildungsmaßnahmen zu ermöglichen, können zusätzliche, notwendige Ausgaben finanziert werden. Wenn es der Förderung der Zielgruppe dient, können auch weitere Kinder und Jugendliche in die Angebote eingebunden oder intergenerationale Konzepte umgesetzt werden.

Die sozialräumliche Verortung und/oder eine oder mehrere Bündnispartner gewährleisten geeignete Zugangswege zur Zielgruppe und kennen den Sozialraum der Zielgruppe durch eine entsprechende Ausrichtung der Einrichtung/en.

Bündnispartner/Antragsteller

Wer kann Antragsteller sein und wie setzen sich Bündnisse zusammen?

Ein Bündnis besteht aus mindestens drei unterschiedlichen Partnern (Institutionen), die die tanzkünstlerische Expertise, den Sozialraumbezug und die Zielgruppenerreichung sicherstellen.

Ein Theater und zwei Schulen können z.B. kein Bündnis bilden. Zusätzlich muss ein weiterer Bündnispartner aus einem anderen Bereich (z.B. Jugendzentrum, Hochschule, Migrantenverein …) beteiligt sein.

Antragsteller (Letztzuwendungsempfänger = LZE) beim Bundesverband Tanz in Schulen e.V. können ausschließlich gemeinnützige Einrichtungen sein, die in der Verwendung öffentlicher Mittel erfahren sind. Ebenso antragsberechtigt sind Einrichtungen in kommunaler Trägerschaft. Als Antragsteller nicht zugelassen sind formale Bildungseinrichtungen (Schulen, Kitas) und kommunale Verwaltungen. GbR’s können beim Bundesverband Tanz in Schulen ebenfalls keine Anträge stellen, sind aber als Bündnispartner zugelassen.

Ehrenamt

Für ehrenamtliche Tätigkeiten können Aufwandsentschädigungen gezahlt werden (bis zu max. 5 € pro Stunde). Praktikanten, FSJ‘ ler etc. können diese Aufwandsentschädigung im Kontext ihrer Funktion nicht erhalten. Die Entschädigungen sollen der Person und dem Aufwand angemessen sein. Die Grundidee des bürgerschaftlichen Engagements ist zu wahren. Statt einer ehrenamtlichen Aufwandsentschädigung können auch die tatsächlich entstandenen Aufwendungen (z.B. Fahrtkosten) erstattet werden.

Eigenleistungen

Alle Bündnispartner müssen nachweislich Eigenleistungen erbringen. Diese müssen im Antrag detailliert dargestellt werden. Der Umfang der Eigenleistungen ist nicht fixiert. Vorrangig sollen hier Infrastruktur und ehrenamtliche oder hauptamtliche Personalstunden eingebracht werden. Erst wenn diese Eigenleistungen erbracht sind, können in begründeten Einzelfällen besondere weitere Aufwendungen für Räume u.a. Leistungen der Bündnispartner (keine Gemeinkosten) in Rechnung gestellt werden, die unmittelbar durch die Maßnahme entstehen. Der antragstellende Partner ist hiervon ausgenommen.

Förderfähige Ausgaben

Alle im Rahmen von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ durchgeführten Projekte werden auf Ausgabenbasis gefördert. Anteilige Kosten, allgemeine Gemein- oder Strukturkosten bzw. Eigenbelege der Letztzuwendungsempfänger sind nicht zuwendungsfähig. Antragsteller können entsprechend keine Raummiete oder sonstige Kosten im Rahmen ihrer Strukturen etc. in Rechnung stellen bzw. durch die Förderung finanzieren. Zuwendungsfähig sind in diesem Zusammenhang ausschließlich Ausgaben, die direkt durch die Maßnahme entstehen und die auch definitiv getätigt werden. Infrastruktur der anderen Bündnispartner soll i.d.R. ebenfalls als Eigenleistung eingebracht werden.

Honorare

Künstlerische und pädagogische Honorare können nur an Fachkräfte gezahlt werden, die nicht hauptberuflich beim Antragsteller tätig sind. Auch Teilzeitmitarbeiter sind hauptberuflich tätig, wenn sie z.B. ansonsten keine weitere Tätigkeit ausüben oder mehr als die Hälfte ihrer Einnahmen aus dieser Teilzeittätigkeit erzielen. Honorarzahlungen an bei Bündnispartnern angestellte Personen sind möglich, sofern eine klare Trennung von Ort, Umfang und Inhalt der Unterrichtstätigkeit im Projekt zur Festanstellung/Tätigkeit beim Bündnispartner nachweisbar dargestellt wird. Honorare können ausschließlich auf Stundenbasis mit entsprechenden Nachweisen gezahlt werden. Für alle in der Maßnahme ausbezahlten Honorare müssen Honorarverträge mit der antragstellenden Einrichtung abgeschlossen werden. Die Einrichtung von sozialversicherungspflichtigen „Minijobs“ oder befristeten sozialversicherungspflichtigen Verträgen ist über diese Fördergelder nicht möglich. Der bevollmächtigte Unterzeichner des Antragstellers kann nicht als Unterrichtender Honorare beziehen. Im Rahmen von ChanceTanz sind Minimal- bzw. Maximalbeträge für Honorare vorgesehen, die bei der jeweiligen Kalkulation entsprechend eingehalten werden müssen.

Sozialraum/sozialräumliche Gegebenheiten – Einbindung des Sozialraums bedeutet:

Hiermit sind zum einen die im lokalen Umfeld bestehende Sozialstruktur, die Netzwerk- und Unterstützungsstrukturen und weitere im Sozialraum befindliche Akteure als auch zum anderen die Einbeziehung des sozialen Umfeldes der Kinder bzw. Jugendlichen (Eltern, Freunde, Freizeitgestaltung, Kiez…) gemeint. Die geplanten Maßnahmen sollen in Bezug auf die Zielgruppe darstellen, wie die lokalen sozialräumlichen Gegebenheiten auf diesen Ebenen berücksichtigt werden.

Hier finden Sie ein Themenheft zum Sozialraum der bkj.

Verwaltungspauschale:

Für die koordinative und organisatorische Bündnisarbeit, die über Honorare oder ehrenamtliche Aufwandsentschädigungen im Rahmen der Projektdurchführung nicht finanziert werden darf, erhält die antragstellende Einrichtung nach Projektabschluss 5% (mindestens jedoch 300 €) der als zuwendungsfähig anerkannten Projektmittel als Verwaltungspauschale. Die Abrechnung und Auszahlung der Verwaltungspauschale wird bei Beantragung durch den LZE automatisch im Rahmen der Prüfung des Verwendungsnachweises vorgenommen und ausbezahlt

Ziel des Gesamtprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“:

ist die Aufhebung von Bildungsbenachteiligung durch mehr Teilhabe an kulturellen Bildungsangeboten. Entsprechend muss das Bündnis in der Lage sein, diese Zielgruppe(n) zu erreichen und zu einer Teilnahme zu motivieren. Dies setzt voraus, dass sich geeignete Bündnispartner zusammentun, Themen und Methoden der Zielgruppe entsprechend gewählt werden, als auch der jeweilige Sozialraum konstruktiv einbezogen wird.

Zusätzlichkeit der Maßnahme:

Gefördert werden Projekte, die zusätzlich zu den durch die Bündnispartner realisierten und über andere Fördermittel bereits finanzierten Projekten geplant und umgesetzt werden und in diesem Sinne neu und in sich abgeschlossen sind. Es darf sich bei den beantragten Maßnahmen nicht um Regelangebote handeln.

downloads

Diese Vorlagen nicht mehr verwenden! Sie dienen nur noch zur Orientierung bzw. für laufende Projekte. Aktualisierte Vorlagen folgen in Kürze!

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen, Vorlagen etc. als Dateien zum Download:

Administrationsleitfaden – Hier finden Sie Hinweise für (fast) alle administrativen Vorgänge

Handreichung_Datenbank – Hinweise zur Nutzung der BV-Projektdatenbank

Gestaltungsrichtlinien – Hinweise zur Logoverwendung und Fördersätze

Honorarvertrag_Vorlage – Vorlage für Verträge mit künstlerisch/pädagogischen Honorarkräften

Stundennachweis_Vorlage – notwendig als Anlage zur Rechnungslegung der Honorarkräfte

Teilnehmerliste_Vorlage – zu jedem normalen Projekttermin einzutragen

Teilnehmerliste_Ausgaben – Anwesenheitslisten für Veranstaltungstermine im Zusammenhang mit Fahrt-/Unterkunfts-/Verpflegungs-/Theaterbesuchsausgaben

Abrechnungsinfo_Ehrenamt – ehrenamtliche Aufwandsentschädigung

Belegbogen Vorlage – zur Nutzung der Belegaufbereitung

Belegliste Vorlage

Muster für Ihren Zwischennachweis

Muster für Ihren Verwendungsnachweis