chancetanz – förderung

ausschreibung

Ausschreibung

ChanceTanz ab 2018!

Eine Ausschreibung für ChanceTanz mit Projektstart ab 2018 wird im Herbst 2017 erfolgen!
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AKTUELLE AUSSCHREIBUNGEN

Für ChanceTanz können keine weiteren Anträge gestellt werden. Die Ausschreibungen sind beendet.

Die 11. und letzte Ausschreibungsrunde ist beendet!

 ChanceTanz_Sonderprojekte – Ausschreibung ist beendet!

projektformate

Gefördert werden Tanzprojekte, die den Vorgaben der Formate Tanz_Start und Tanz_Intensiv entsprechen (s.u.). Die Formate unterscheiden sich insbesondere in ihren zeitlichen Vorgaben voneinander (30-40 bzw. 65-80 Stunden Tanz). Bündnisse können bis zu 6.500 € für eine Tanz_Start Maßnahme bzw. 14.000 € für eine Tanz_Intensiv Maßnahme beantragen.

Antragsteller, die bereits erfolgreich eine oder mehrere Maßnahmen durchgeführt haben, können ab 2014 ein Tanz_Sonderprojekt beantragen, das auf die Erarbeitung einer Tanzproduktion ausgerichtet ist und mit maximal 20.000,- € gefördert werden kann.

Die konkreten Projektinhalte werden von den Bündnispartnern konzipiert.

Die Angebote werden von einem professionellen Zweierteam, dem mindestens ein Tanzkünstler angehört, geleitet. Eine prozessorientierte Herangehensweise ermöglicht den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen, eigene Themen einzubringen und diese kreativ umzusetzen. Die professionelle und künstlerische Expertise des unterrichtenden Zweierteams ist im Rahmen der Antragstellung nachzuweisen.

Die erarbeiteten Ergebnisse der Projekte werden jeweils in einem größeren oder kleineren Rahmen – dem Format und den Teilnehmenden angepasst – präsentiert. Die jungen Teilnehmer/innen machen dabei erste Erfahrungen mit Tanzkunst, erleben kulturelle Teilhabe und persönliche sowie soziale Anerkennung als Präsentierende.

Neben der aktiven Teilhabe am Tanzangebot sollen Angebote zur Rezeption von Tanz in Form von Aufführungs- oder Probenbesuchen professioneller Tanzkompanien sowie Gespräche und Begegnungen mit Tanzkünstlern inkludiert sein.

Ehrenamtlich tätige Paten (z.B. Studierende der Kulturpädagogik) können die jeweiligen Projektaktivitäten unterstützen.

Die Formate zusammengefasst:

Tanz_Start

  • 30-40 stündiges Tanzprojekt (à 60 Minuten)
  • Mindestteilnehmerzahl 10 Kinder/Jugendliche
  • Unterricht durch professionellen Tanzvermittler und pädagogischer oder weiterer künstlerischer Fachkraft (z.B. Vertreter anderer Kunstsparte) im Zweierteam
  • Inhalt: erste praktische Begegnung mit Tanz als individuelle und künstlerische Ausdrucksform.
  • Rezeption von Tanz (= Aufführungsbesuch und Reflektion darüber) kann Teil des Projektes sein (nicht verpflichtend)
  • Abschlusspräsentation in passendem, individuellem Rahmen
  • Maximale Fördersumme: 6.500 € (Details siehe Katalog zuwendungsfähiger Ausgaben.
  • Beispiele für Projektformate: regelmäßiger Kurs über 20 Wochen, Ferien-Tanzcamp, Intensivprojekt im Workshopformat

Tanz_Intensiv

  • 65 – 80 stündiges Tanzprojekt (à 60 Minuten)
  • Mindestteilnehmerzahl 10 Kinder/Jugendliche
  • Unterricht durch professionellen Tanzvermittler und pädagogischer oder weiterer künstlerischer Fachkraft (z.B. anderer Sparte) im Zweierteam
  • Inhalt: Vertiefung tanzkünstlerischer Erfahrungen, die Entwicklung, Durchführung und Präsentation eigener Tanzstücke auf einer größeren Bühne mit zusätzlichen Intensiv-Probetagen bzw. entsprechenden Bühnenproben als kreativ-produktives Teilhabeprojekt
  • Rezeption von Tanz (Aufführungsbesuch/e und Reflektion darüber) verpflichtend
  • ein bis max. zwei Abschlussaufführungen in möglichst professionellem Rahmen
  • Maximale Fördersumme: 14.000 € (Details siehe Ausgabenkalkulation Tanz_Intensiv)
  • Beispiele für Projektformate: regelmäßiger Kurs, künstlerisches Intensivprojekt mit längeren Arbeitsblöcken

 

Gefördert werden zusätzliche und außerunterrichtliche Bildungsmaßnahmen, die neuartig und in sich abgeschlossen sind. Maßnahmen, die bereits begonnen haben oder für die andere öffentliche Bundesmittel verwendet werden, sind von einer Förderung ausgeschlossen.

Außerschulisch bzw. außerunterrichtlich ist eine Maßnahme, laut Definition des BMBF, wenn:

  • (Letzt)Zuwendungsempfänger (LZE) und Veranstalter der Maßnahme auf lokaler Ebene ein außerschulischer Träger ist, nicht die beteiligte Schule.
  • Die Maßnahme außerhalb der Unterrichtszeiten stattfindet.
  • Die Teilnahme der Schülerinnen und Schüler an der Maßnahme freiwillig ist.
  • Die Maßnahme verantwortlich von dem außerschulischen Träger geplant und durchgeführt wird.
  • Projekttage oder Projektwochen von Schulen können nicht durch „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ gefördert werden.

Ein Katalog zuwendungsfähiger Ausgaben mit Richtwerten und teilweise Minimal- bzw. Maximalbeträgen unterstützt die projektspezifische Kalkulation im Rahmen der Antragstellung. Je nach Maßnahmenart kann bis zur maximalen Fördersummen von 6.500 bzw. 14.000 € eine Kalkulation erstellt und beantragt werden.

Im Rahmen der ChanceTanz – Projektmaßnahmen sind nachfolgende Ausgaben förderfähig:

  • Honorare für Unterrichtende
  • Honorare für Vor/Nachbereitung (in direktem Zusammenhang mit der Maßnahme, z.B.: Planung/Ablauf Technik, Kostümplanung/-beschaffung/-anfertigung, Präsentationsvorbereitung/-begleitung, Dokumentation – Auswertung/Berichtswesen, Rezeptionsbegleitung, Produktionsassistenz, Honorare für zusätzliche, maßnahmespezifische Tätigkeiten; NICHT: Organisation, Koordinierung, Unterrichtsvorbereitung)
  • Aufwandsentschädigungen für Ehrenamtliche
  • Sächliche Verwaltungsausgaben (Fahrtausgaben für Unterrichtende, Mietaufwendungen für Tanzräume, Aufwendungen für Präsentation – Bühne Miete, Technik Miete, Technisches Honorar, GEMA, Rechte – Aufwendungen für Foto/Video – Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit, Aufwendungen für Rezeptionsbesuche, Aufwendungen für Präsentationsmaterial, Verpflegungsausgaben für Teilnehmer/Begleiter, Übernachtungsausgaben für Teilnehmer/Begleiter, Fahrtausgaben für Teilnehmer, sonstige direkt dem Projekt zurechenbare Sachausgaben)

Mit dem Verwendungsnachweis können zu Projektende 5% der Projektmittel als pauschale Verwaltungsaufwendung von Seiten des LZE beim Bundesverband Tanz in Schulen geltend gemacht werden. Der Betrag muss nicht beantragt werden und ist nicht Bestandteil der Maßnahmenkalkulation auf Ebene der Antragsteller.

zielgruppe

Laut Förderrichtlinie des Programms sollen die Maßnahmen insbesondere bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen im Alter von 3 bis 18 Jahren Jahre zugutekommen, die in mindestens einer der vom nationalen Bildungsbericht 2010 beschriebenen Risikolagen aufwachsen und dadurch in ihren Bildungschancen beeinträchtigt sind. Als Risikolagen nennt der nationale Bildungsbericht: Arbeitslosigkeit eines oder beider Elternteile, geringes Familieneinkommen und bildungsfernes Elternhaus.

Im Rahmen von „ChanceTanz“ sind dies insbesondere Kinder und Jugendliche

  • die in sozial benachteiligten Stadtteilen mit erschwertem Zugang zu Bildungsmaßnahmen aufwachsen
  • mit physischen und psychischen Beeinträchtigungen leben oder besonderen sozialen Belastungen ausgesetzt sind und bislang kaum an künstlerisch-kulturell orientierten Angeboten teilnehmen konnten
  • mit besonderer künstlerischer Begabung, denen auf Grund ihrer sozioökonomischen Herkunft keine zusätzliche Förderung zu Gute kommt.

Die Gruppen können altershomogen, alters- und stufenübergreifend, schul- oder gruppenübergreifend organisiert werden. Für die Zusammensetzung ist auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden, ihre Themen und Interessenslagen, sowie auf die Wahrnehmung und Achtung kultureller Vielfalt und sozialer Begegnung Wert zu legen.

bündnisse

Maßnahmenträger sind lokale Bündnisse, die aus mindestens drei unterschiedlichen Partnern aus den Bereichen Tanzkunst – Kultur- sozialräumliche Einrichtung – Schule/Kita – Aus-/Weiterbildung bestehen.

Partner aus der Tanzkunst bringen Erfahrung und Kompetenz in der professionellen Vermittlung von Tanzkunst für Kinder und Jugendliche und ggf. auch in der Abwicklung von Tanz-Kooperationsprojekten mit.

Schulen und Einrichtungen aus dem Sozialraum (Schulen, Kindergärten, Horte, soziale Jugendeinrichtungen und Jugendhilfeträger, Jugendfreizeitstätten, Bürgerzentren, Stadtteilmanagement/-organisationen, Migranten- und Flüchtlingsvereine, Einrichtungen mit sozialen Betreuungs- und Ferienangeboten etc.) sichern den Zugang zur Zielgruppe.

Kulturelle Einrichtungen (Theater, Tanzhäuser, Bürgerhäuser, Festivals, Kultureinrichtungen anderer Sparten etc.) bieten Möglichkeiten zur Präsentation der Projektergebnisse, zur Rezeption von Tanzkunst und sichern die kulturelle Kompetenz.

Institutionen und Partner aus der Aus-/Weiterbildung (Tanz und Tanzpädagogik, Kultur-, Sozial- und Sportpädagogik/-wissenschaft) können mit ihren Studierenden die Projekte und die Rezeption als ehrenamtliche Paten begleiten und sichern so u.a. den Austausch zwischen Praxis und Forschung.

Die Bündnispartner formulieren eine Kooperationsvereinbarung, die eine oder mehrere lokale Projektmaßnahmen nach vorgegebenen Kriterien umfasst und Grundlage der Bewilligung und der Weiterleitung der Fördermittel ist.

Jeder Bündnispartner muss unbare Eigenleistungen (z.B. Räumlichkeiten, Organisationsarbeit in ehrenamtlichen oder vorhandenen Personalstrukturen, Infrastruktur etc.) einbringen. Finanzielle Eigenmittel oder Drittmittel sind nicht notwendig. Es sind ausschließlich Vollfinanzierungen vorgesehen.

Als Antragsteller (= Letztzuwendungsempfänger) können gemeinnützige Einrichtungen (z.B. e.V.) oder auch öffentliche Einrichtungen in kommunaler Trägerschaft fungieren, die in der Verwendung öffentlicher Mittel erfahren sind. Schulen, Kitas und kommunale Verwaltungsstrukturen sind als Antragsteller nicht zugelassen, können aber ein Teil des Bündnisses sein. GBR´s können bei „ChanceTanz“ keinen Antrag stellen.

Der Bundesverband Tanz in Schulen unterstützt nachhaltige Kooperationen durch Beratung, Qualitätsentwicklung und bundesweiten Fachaustausch. Mindestens einmal jährlich findet ein Fachtag statt, an dem die verschiedenen Projektbeteiligten der Bündnisse teilnehmen können. Darüber hinaus werden die geförderten Bündnisse angehalten, über ihre Projekte und die Kooperation mittels eines zur Verfügung gestellten Instrumentariums (Projektdatenbank) zu reflektieren. Aufbauende Projekte und kontinuierliche Kooperation der Bündnisse sind wünschenswert. Folgeanträge können gestellt werden.

formale Antragstellung

Die Antragstellung zu „ChanceTanz“ erfolgt online über das Programmtool „kumasta“ Alle interessierten Antragsteller reichen ihren kompletten Antrag (siehe detaillierte Ausschreibung) zur aktuellen Antragsfrist online ein. Etwa 4 Wochen nach der Antragsfrist findet die Bewertung und Auswahl der eingegangenen Anträge durch die Experten-Jury statt. Das Ergebnis wird den Antragstellern schriftlich (per E-Mail) mitgeteilt. Im weiteren Verlauf erfolgt ggf. eine Überarbeitung der positiv bewerteten Anträge und nach Einreichung weiterer Unterlagen das Bewilligungsverfahren.

Mit der Bewilligung wird mit dem Antragsteller ein privatrechtlicher Zuwendungsvertrag abgeschlossen. Die Vorgaben des Programms und weitere Bestimmungen öffentlicher Zuwendung müssen eingehalten werden.

Die Bündnisse bzw. der Antragsteller erhält für den Aufwand der Koordinierung und Administration eine Verwaltungspauschale in Höhe von 5% der als zuwendungsfähig anerkannten Projektmittel, welche im Rahmen des Verwendungsnachweises abgerechnet und ausbezahlt wird.

Das Projektteam ChanceTanz steht für Antragsberatung und Anfragen telefonisch oder per Mail zur Verfügung.

Hier geht es zum Programmtool kumasta des BMBF, über welches die Antragstellung zu erfolgen hat. Detaillierte Erläuterungen finden Sie außerdem jeweils in der aktuellen Ausschreibung.

Hier geht es zur Programmseite „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des BMBF

jury

Die Jurymitglieder

Claudia Feest ist Diplombiologin, Atem- und Bewegungspädagogin/und -therapeutin, ehemalige Tänzerin, Choreografin, Mitbegründerin der Tanzfabrik Berlin, deren künstlerische Leiterin sie bis Ende 2003 war. Sie war Initiatorin und bis 2004 künstlerische Leiterin der TanzNacht Berlin und Tanz made in Berlin – Forum für zeitgenössischen Tanz. Von 1999 bis 2003 war sie Mitglied im Rat für die Künste Berlin. Sie ist Gründungsmitglied des Dachverbands Zeitgenössischer Tanz Berlin (ZTB), von 2003 bis 2007 zweite Vorsitzende der Gesellschaft für Tanzforschung (GTF). Seit März 2006 ist sie Vorstandsmitglied des Dachverband Tanz Deutschland – Ständige Konferenz Tanz e.V. (DTD) und Leiterin der AG Tanz(Aus)Bildung. In der Lehre und Forschung im Bereich von elementarer Atem- und Bewegungslehre und Körperwahrnehmung ist sie in Form von Lehraufträgen am Nachdiplomstudiengang TanzKultur der Universität Bern (Schweiz) und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK) in Frankfurt am Main, sowie als freischaffende Atem- und Bewegungspädagogin im In- und Ausland tätig. 2006/07 war sie Koordinatorin beim Senat für Wissenschaft, Forschung und Kultur Berlin bzw. beim Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten für das Hochschulübergreifende Zentrum Tanz – Pilotprojekt Tanzplan Berlin. 2009 bis 2011 hatte sie die Projektleitung und Konzeption für das Berliner Projekt für kulturelle Bildung TanzZeit – Zeit für Tanz in Schulen inne. Seit 2007 ist sie Mitglied in zahlreichen Jurys für Tanz und Darstellende Künste in Berlin, NRW und auf Bundesebene.

Josep Caballero Garcia studierte zeitgenössischen Tanz am Institut del Teatre in Barcelona (Spanien), sowie an der CNDC (Centre de Danse Contemporaine) in Angers (Frankreich). Seinen Abschluss machte er an der Folkwang Hochschule Essen, wo er sich vorwiegend mit Rekonstruktionen von José Limon unter Libby Nye (Concerto Grosso, There’s a Time, Exiles & Chaconne) beschäftigte. Seit 1994 arbeitet und tourt er als professioneller Tänzer u.a. mit und für Pina Bausch, Roxane Huilmand, Toula Limnaios, Urs Dietrich und Doris Stelzer. Seine erste choreographische Arbeit „SOLO“ realisiert er 2003 am Bremer Theater. Im Anschluss daran choreographiert er „N.N“, „Ameisen in mir“, „Bye, bye baby“ und „Shall we?“. Seit 2006 lebt und arbeitet er in Berlin als unabhängiger Tänzer und Choreograf. Die choreografische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen macht einen weiteren wichtigen Teil seiner künstlerischen Tätigkeit aus.

Ulrike Münter studierte Kulturpädagogik an der Universität Hildesheim mit künstlerisch-wissenschaftlichem Hauptfach Musik. Ihre beruflichen Stationen führten sie von der Organisation eines internationalen Kinderchorfestivals, über die Koordinierung und inhaltliche Ausgestaltung einer Kinderradiosendung zur Managementassistenz an der internationalen Musikschulakademie im Schloss Kapfenburg. Seit 2001 ist sie in verschiedenen Bereichen bei der bkj (Bundesvereinigung für kulturelle Kinder- und Jugendbildung) tätig. Zunächst im Bereich der Kulturellen Bildung International als pädagogische Mitarbeiterin sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Rahmen der BKJ-Studie „Qualität in der kulturellen Bildung“. Seit 2010 arbeitet sie als Bildungsreferentin in der bkj Fachstelle Kultur macht Schule und leitet diese seit November 2012 in Elternzeitvertretung.

Tanja Gajewski ist Referentin für Öffentlichkeitsarbeit bei Gangway e.V. – Straßensozialarbeit in Berlin. „Gangway – das ist Straßensozialarbeit mit jugendlichen und erwachsenen Menschen in Berlin. Rund 70 SozialarbeiterInnen arbeiten in 23 Teams: 14 Teams machen klassische Straßensozialarbeit mit Jugendlichen, 3 Teams arbeiten mit Erwachsenen im öffentlichen Raum und 6 Teams machen streetworkergänzende Angebote. Wir gehen dahin, wo sich unsere Adressat_innen treffen: auf öffentliche Plätze und Straßen. Wir orientieren uns an den Interessen und Bedürfnissen, machen Vorschläge zur Realisierung und fungieren als Partner und Sprachrohr. Unser Ziel ist es, die Menschen dabei zu unterstützen, ihr Leben eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen. Gangway e.V. wurde 1990 gegründet, wird vom Senat und den Bezirksämtern gefördert und durch Spendengelder unterstützt.“ Frau Gajewski ist u.a. damit betraut, Jugendliche, die eigene Projekte beantragen, zu beraten und bei ihrer Antragstellung zu unterstützen.

Projektteam ChanceTanz bestehend aus Katharina Schneeweis und Martina Kessel

fachtage

Die durch ChanceTanz geförderten Bündnisse werden jährlich zu einem Fachtag eingeladen, der sich jeweils einem ausgesuchten Thema im Kontext von „Kultur macht stark“ bzw. „ChanceTanz“ widmet.

Die Fachtage dienen als Austauschplattform und Arbeitsforum, bei denen sowohl Beiträge von diversen Fachleuten zu hören sind als auch die Teilnehmer in verschiedenen Arbeitsgruppen ihre Erfahrungen zu bestimmten Themen einbringen und austauschen können.

4. Fachtag ChanceTanz
Der 4. Fachtag fand am 20. Januar in den Uferstudios in Berlin und am 27./28. Januar 2017 im tanzhaus nrw in Düsseldorf statt. Im Zentrum stand diesmal das Thema „Strategien der Zielgruppenerreichung- und haltung“. Wir beschäftigten uns sowohl mit diesem Aspekt auf der Ebene der Bündniszusammenstellung, der Aufgabenverteilung, der Akquisemaßnahmen aber auch auf der ganz konkreten „Arbeitsebene“ mit den jungen Teilnehmer*innen. Mit einem praktischen Input hatten wir den Tänzer und Choreografen Seppe Baeyens (Ultima Vez) zu Gast. Wir freuen uns sehr, dass wir an diesem Fachtag auch Kinder und Jugendliche dabei hatten, die sich sowohl praktisch als auch diskursiv mit uns austauschten!

3. Fachtag ChanceTanz
Der 3. Fachtag fand am 16.1.2016 in Leipzig statt. Gastgeber war das Heizhaus in Leipzig-Grünau. Thematisch haben wir uns mit den besonderen Aspekten der tanzkünstlerischen Arbeit mit männlichen Kindern und Jugendlichen und mit den Herausforderungen in der Arbeit mit jungen Menschen mit Fluchterfahrung beschäftigt. Zu Letzterem hat der Verband eine umfassende Broschüre veröffentlicht, die viele wichtige Aspekte der Arbeit beleuchtet. Die Broschüre als Download können Sie hier einsehen: Tanzkunst mit geflüchteten Menschen.
Die Kurzdokumentation des 3. Fachtages finden Sie hier: DokumentationFachtag_Leipzig.
Ein Tipp für alle, die mit Menschen mit Fluchterfahrung arbeiten: RISE statement on working with the refugee community

2. Fachtag ChanceTanz
Der 2. Fachtag ChanceTanz fand am 16. und 17. Januar in Köln und am 24. Januar 2015 in Hamburg statt. Thematisch stand das Thema „Kooperationen“ im Zentrum. Eine Kurzdokumentation des Fachtages und alle Präsentationen finden Sie beigefügt.

Kurzdokumentation 2. Fachtag ChanceTanz
Anlage: Qualitätsrahmen des BV Tanz in Schulen
Gelingensbedingungen von Kooperationsprojekten
Arbeitshilfe Selbstevaluation_Hamburg von Kerstin Hübner
Arbeitshilfe Selbstevaluation_Köln Viola Kelb
Infotisch Administration
Hier geht’s zum Leitfaden
             Hier geht’s zum Poster „Qualitätsrahmen

Die Präsentation des Impulsbeitrages von Benita Lipps „1 + 1 + 1 = 5 – Es rechnet sich. Wege, Tipps & Tricks zur erfolgreichen Zusammenarbeit heterogener Partner“ lässt sich online hier abrufen.

Die Arbeitshilfe zur Selbstevaluation von Bündnissen und Projekten der bkj, die sie im Kontext ihres Programms „Künste öffnen Welten“ entwickelt hat, lässt sich als Online-Publikation hier nachlesen.

1. Fachtag ChanceTanz
Der 1. Fachtag ChanceTanz, der am 11. Januar in Köln und am 18. Januar 2014 in Berlin stattfand, widmete sich dem Thema „Zielgruppe“. Wie erreichen wir die Kinder und Jugendlichen, die wir im Rahmen von „Kultur macht stark“ erreichen wollen? Warum bleiben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während des Projektes dabei oder scheiden aus? Welche Bündnispartner und welches Konzept machen hier Sinn? Diese und weitere Fragen waren Ausgangspunkt des Fachtags. Die Dokumentation gibt einen Einblick in die Erfahrungen der ersten „ChanceTanz“-Projekte und fasst die Erkenntnisse, die im Rahmen von Arbeitsgruppen, Vorträgen und Impulsreferaten während des Fachtags ausgetauscht und diskutiert wurden, zusammen. (Dokumentation1. Fachtag ChanceTanz 2014)

FAQ

außerschulisch / außerunterrichtlich

Projektmaßnahmen sind nur förderfähig, wenn sie praktisch handhabbar vom Schulunterricht abgegrenzt sind. Für Maßnahmen in einem schulischen Kontext gilt folgendes:

1. Veranstalter der Maßnahme und Zuwendungsempfänger auf lokaler Ebene ist ein außerschulischer Träger des lokalen Bündnisses, der die Maßnahme verantwortlich plant und durchführt. Dies ist der Fall, wenn alle im Folgenden genannten Kriterien erfüllt sind:

  • Er ist Antragsteller der Maßnahme und erhält und verwaltet die MIttel.
  • Er übernimmt die Organisation.
  • Er ist dem eingesetzten Personal gegenüber weisungsbefugt, vereinbart mit den Honorarkräften die Aufgaben und koordiniert die Ehrenamtlichen.
  • Er übernimmt die Aufsichtspflicht für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler.
  • Er legt Inhalte, Ziele, Ablauf und Methoden der Maßnahme fest.

2. Die Maßnahme ist als zusätzliches, außerunterrichtliches Angebot konzipiert, wenn diese Kriterien sämtlich erfüllt sind:

  • Die Maßnahme ist nicht Bestandteil der (vom jeweiligen Land) festgelegten Stundentafel des Regelunterrichts.
  • Sie ist nicht im Kerncurriculum bzw. Lehrplan des jeweiligen Landes vorgeschrieben.
  • Sie fließt nicht in die Notengebung ein.
  • Die Schülerinnen und Schüler (bzw. ihre Erziehungsberechtigten) können sich frei für oder gegen die Teilnahme an dem konkreten Angebot entscheiden (siehe dazu Definition Freiwilligkeit nachfolgend).
  • Das Angebot ist neu und zusätzlich, d.h. es existierte in dieser Form vor der Förderung nicht.

Freiwilligkeit in diesem Zusammenhang bedeutet:

  • Die Freiwilligkeit ist gegeben, wenn die Wahl zwischen dem Kultur-macht-stark-Angebot und Freizeit oder einer frei gestalteten Pause besteht.
  • Die Freiwilligkeit ist nicht gegeben, wenn sich die Schüler z.B. im Rahmen von Wahlpflichtkursen zwischen verschiedenen Kursen entscheiden müssen.
  • Die Freiwilligkeit ist nicht gegeben, wenn im Rahmen einer von der Schule angesetzten Projektwoche ein zusätzliches Angebot finanziert wird.
  • Die Freiwilligkeit ist nicht gegeben, wenn Schulunterricht durch Kultur-macht-stark-Maßnahmen mitgestaltet oder ersetzt wird.

3. Angebote im Rahmen des offenen oder gebundenen bzw. verlässlichen Ganztagsschulbetriebs können gefördert werden, soweit sie alle oben genannten Voraussetzungen erfüllen.

4. Projekttage und Projektwochen von Schulen sind von einer Förderung ausgeschlossen.

5. Die erforderlichen Kooperationsvereinbarungen mit den beteiligten Schulen beinhalten eine Beschreibung der geplanten Maßnahmen und Angaben zur o.g. Aufgabenteilung.

Bildungsbenachteiligung

Das BMBF beruft sich bei der Definition auf den Nationalen Bildungsbericht 2010, der unterschiedliche Risikolagen, in denen Kinder und Jugendliche aufwachsen können, benennt. Zur Gruppe der Bildungsbenachteiligten gehören demnach:

  • Kinder aus Familien, in denen mindestens ein Elternteil arbeitslos ist,
  • Kinder mit einem Wohnort im ländlichen Raum oder in einem Stadtteil, der als sozialer Brennpunkt eingestuft wird,
  • Kinder aus bildungsfernen oder einkommensschwachen Familien,
  • Kinder, die bei Alleinerziehenden leben,
  • Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund

Die sozialräumliche Ausrichtung und Beschreibung der Aktivitäten dokumentiert und gewährleistet, dass diese Zielgruppe erreicht wird.

Bündnispartner/Antragsteller

Wer kann Antragsteller sein und wie setzen sich Bündnisse zusammen?

Ein Bündnis besteht aus mindestens drei unterschiedlichen Partnern (Institutionen) aus den Bereichen Tanzkunst – Kultur – sozialräumliche Einrichtung – Schule/Kita -Aus-/Weiterbildung.

Ein Theater und zwei Schulen können z.B. kein Bündnis bilden. Zusätzlich muss ein weiterer Bündnispartner aus einem anderen Bereich (z.B. Jugendzentrum, Hochschule, Migrantenverein …) beteiligt sein.

Antragsteller (Letztzuwendungsempfänger = LZE) beim Bundesverband Tanz in Schulen e.V. können ausschließlich gemeinnützige Einrichtungen sein, die in der Verwendung öffentlicher Mittel erfahren sind. Ebenso antragsberechtigt sind Einrichtungen in kommunaler Trägerschaft. Als Antragsteller nicht zugelassen sind formale Bildungseinrichtungen (Schulen, Kitas) und kommunale Verwaltungen. GbR’s können beim Bundesverband Tanz in Schulen ebenfalls keine Anträge stellen.

Ehrenamt

Für ehrenamtliche Tätigkeiten können Aufwandsentschädigungen gezahlt werden (bis zu max. 7 € pro Stunde). Praktikanten, FSJ‘ ler etc. können diese Aufwandsentschädigung im Kontext ihrer Funktion nicht erhalten. Die Entschädigungen sollen der Person und dem Aufwand angemessen sein. Die Grundidee des bürgerschaftlichen Engagements ist zu wahren.

Eigenleistungen

Alle Bündnispartner müssen nachweislich Eigenleistungen erbringen. Diese müssen im Antrag detailliert dargestellt werden. Der Umfang der Eigenleistungen ist nicht fixiert. Vorrangig sollen hier Infrastruktur und Personalstunden eingebracht werden. Erst wenn diese Eigenleistungen erbracht sind, können in begründeten Einzelfällen besondere weitere Aufwendungen für Räume u.a. Leistungen der Bündnispartner (keine Gemeinkosten) in Rechnung gestellt werden. Der antragstellende Partner ist hiervon ausgenommen.

Förderfähige Ausgaben

Alle im Rahmen von „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ durchgeführten Projekte werden auf Ausgabenbasis gefördert. Anteilige Kosten, allgemeine Gemein- oder Strukturkosten bzw. Eigenbelege sind nicht zuwendungsfähig. Antragsteller können entsprechend keine Raummiete oder sonstige Kosten im Rahmen ihrer Strukturen etc. in Rechnung stellen. Zuwendungsfähig sind in diesem Zusammenhang ausschließlich Ausgaben, die direkt durch die Maßnahme entstehen und die auch definitiv getätigt werden. Infrastruktur der anderen Bündnispartner soll i.d.R. ebenfalls als Eigenleistung eingebracht werden.

Honorare

künstlerische und pädagogische Honorare können nur an Fachkräfte gezahlt werden, die nicht hauptberuflich beim Antragsteller tätig sind. Auch Teilzeitmitarbeiter sind hauptberuflich tätig, wenn sie z.B. ansonsten keine weitere Tätigkeit ausüben oder mehr als die Hälfte ihrer Einnahmen aus dieser Teilzeittätigkeit erzielen. Honorarzahlungen an bei Bündnispartnern angestellte Personen sind möglich, müssen jedoch gesondert geprüft werden. Honorare können ausschließlich auf Stundenbasis mit entsprechenden Nachweisen gezahlt werden. Die Einrichtung von sozialversicherungspflichtigen „Minijobs“ oder befristeten sozialversicherungspflichtigen Verträgen ist über diese Fördergelder nicht möglich. Der bevollmächtigte Unterzeichner des Antragstellers kann nicht als Unterrichtender Honorare beziehen. Im Rahmen von ChanceTanz sind Minimal- bzw. Maximalbeträge für Honorare vorgesehen, die bei der jeweiligen Kalkulation entsprechend eingehalten werden müssen.

Sozialraum/sozialräumliche Gegebenheiten – Einbindung des Sozialraums bedeutet:

Hiermit sind zum einen die im lokalen Umfeld bestehende Sozialstruktur, die Netzwerk- und Unterstützungsstrukturen als auch zum anderen die Einbeziehung des sozialen Umfeldes der Kinder bzw. Jugendlichen (Eltern, Freunde, Freizeitgestaltung, Kiez…) gemeint. Die geplanten Maßnahmen sollen in Bezug auf die Zielgruppe darstellen, wie die lokalen sozialräumlichen Gegebenheiten auf diesen Ebenen berücksichtigt werden.

Hier finden Sie ein Themenheft zum Sozialraum der bkj.

Ziel des Gesamtprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“:

ist die Aufhebung von Bildungsbenachteiligung durch mehr Teilhabe an kulturellen Bildungsangeboten. Entsprechend muss das Bündnis in der Lage sein, diese Zielgruppe(n) zu erreichen und zu einer Teilnahme zu motivieren. Dies setzt voraus, dass sich geeignete Bündnispartner zusammentun, Themen und Methoden der Zielgruppe entsprechend gewählt werden, als auch der jeweilige Sozialraum konstruktiv einbezogen wird.

Zusätzlichkeit der Maßnahme:

Gefördert werden Projekte, die zusätzlich zu den durch die Bündnispartner realisierten und über andere Fördermittel bereits finanzierten Projekten geplant und umgesetzt werden und in diesem Sinne neu und in sich abgeschlossen sind. Es darf sich bei den beantragten Maßnahmen nicht um Regelangebote handeln.

downloads

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen, Vorlagen etc. als Dateien zum Download:

Administrationsleitfaden – Hier finden Sie Hinweise für (fast) alle administrativen Vorgänge

Handreichung_Datenbank – Hinweise zur Nutzung der BV-Projektdatenbank

Gestaltungsrichtlinien – Hinweise zur Logoverwendung und Fördersätze

Honorarvertrag_Vorlage – Vorlage für Verträge mit künstlerisch/pädagogischen Honorarkräften

Stundennachweis_Vorlage – notwendig als Anlage zur Rechnungslegung der Honorarkräfte

Teilnehmerliste_Vorlage – zu jedem normalen Projekttermin einzutragen

Teilnehmerliste_Ausgaben – Anwesenheitslisten für Veranstaltungstermine im Zusammenhang mit Fahrt-/Unterkunfts-/Verpflegungs-/Theaterbesuchsausgaben

Abrechnungsinfo_Ehrenamt – ehrenamtliche Aufwandsentschädigung

Belegbogen Vorlage – zur Nutzung der Belegaufbereitung

Belegliste Vorlage

Muster für Ihren Zwischennachweis

Muster für Ihren Verwendungsnachweis