programm

video klip und kurzinformation

Das Projekt „ChanceTanz“ des Bundesverband Tanz in Schulen e.V. fördert tanzkünstlerische Projekte, die sich an bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche richten und von lokalen Bündnissen getragen werden.

Die lokalen Bündnisse bestehen aus mindestens drei unterschiedlichen Akteuren aus den Bereichen Tanzkunst – Kultur- sozialräumliche Einrichtung – Schule/Kita – Aus-/Weiterbildung.

Als Programmpartner des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erhält der Bundesverband Tanz in Schulen von 2013 bis 2017 dafür im Rahmen des Förderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ bis zu 5,8 Millionen Euro, die er an die von einer Expertenjury ausgewählten Projekte weiterleitet. Ausschreibungen zur Antragstellung erfolgen mehrmals jährlich.

konzept

„ChanceTanz“ fördert lokale Projektvorhaben, in denen Kinder und Jugendliche unter professioneller Leitung von Tanzkünstlern/Pädagogen an einem tänzerisch-kreativen Prozess teilhaben und diesen aktiv mitgestalten. Die erarbeiteten Ergebnisse der Projekte werden jeweils präsentiert. Neben der aktiven Teilhabe am Tanzangebot sollen Angebote zur Rezeption von Tanz in Form von Aufführungs- oder Probenbesuchen professioneller Tanzkompanien sowie Gespräche und Begegnungen mit Tanzkünstlern inkludiert sein. Ehrenamtlich tätige Paten (z.B. Studierende verschiedener Tanz- oder Tanzpädagogikausbildungen, der Kulturpädagogik, Sport- oder Tanzwissenschaft) können die jeweiligen Projektaktivitäten unterstützen. Für die auf lokaler Bündnisebene zu konzipierenden Maßnahmen ist ein Formatrahmen vorgegeben, der individuell ausgestaltet werden kann und sich im Wesentlichen durch die Anzahl der Unterrichtsstunden unterscheidet (Tanz_Start Maßnahmen mit 30-40 Stunden Tanzunterricht; Tanz_Intensiv Maßnahmen mit 65-80 Stunden Tanzunterricht). Im Zweierteam gestalten professionelle Projektleiter (Tanzkünstler/Pädagogen), ggf. unterstützt durch ehrenamtliche Paten individuelle Kursformate.

Zielgruppe für die Maßnahmen sind lt. Förderrichtlinie sogenannte bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche. Bildungsbenachteiligung kann unter folgenden Bedingungen gegeben sein:

  • Bei jungen Menschen, die in sozial benachteiligten Stadtteilen/Sozialräumen mit erschwertem Zugang zu Bildungsmaßnahmen aufwachsen,
  • bei Kindern und Jugendlichen mit physischer und psychischer Beeinträchtigung/sozialer Belastung, die bislang kaum an künstlerisch-kulturell orientierten Angeboten teilnehmen konnten,
  • bei jungen Menschen mit besonderer künstlerischer Begabung, denen auf Grund ihrer sozioökonomischen Herkunft keine zusätzliche Förderung zu Gute kommt.

Die Gruppen können altershomogen, alters-, stufen-, schul- und/oder gruppenübergreifend organisiert werden. Bei der Zusammensetzung ist auf die Bedürfnisse und Interessenlagen der Teilnehmenden, sowie auf die Achtung kultureller Vielfalt Wert zu legen.

Träger der Maßnahmen sind lokale Bündnisse, die sich aus mindestens drei verschiedenen Partnern aus den Bereichen Tanzkunst / Kultur / Bildung / sozialräumliche Einrichtung / Ausbildung zusammensetzen. Die Bündnispartner formulieren eine Kooperationsvereinbarung, die eine oder mehrere lokale Projektmaßnahmen nach vorgegebenen Kriterien umfasst. Die lokalen Projektmaßnahmen müssen außerunterrichtlich und zusätzlich, sowie neuartig und in sich abgeschlossen sein.

kultur macht stark

Mit dem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ möchte das BMBF bessere Bildungschancen für benachteiligte Kinder und Jugendliche schaffen.

„Der Zugang zu guter Bildung ist ein entscheidender Schlüsselfaktor: für die individuelle Entwicklung eines Menschen, für den Zusammenhalt und die Innovationskraft unserer Gesellschaft und für die Stellung unseres Landes im globalen Wettbewerb. Deshalb ist die Gewährleistung guter Bildung für alle Kinder und Jugendlichen – unabhängig von ihrer Herkunft – eine der großen Herausforderungen, vor denen wir heute stehen. In Deutschland wachsen fast dreißig Prozent aller Kinder unter 18 Jahren in mindestens einer sozialen, finanziellen oder kulturellen Risikolage auf, die ihre Bildungschancen schmälert. Etwa ein Fünftel aller 15-Jährigen gehört zur sogenannten PISA-Risikogruppe. Diesen Jugendlichen wird der Übergang ins Erwerbsleben nur mit erheblichen Schwierigkeiten gelingen. Um auch bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen ein gutes Rüstzeug mit auf ihren Bildungsweg zu geben, wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung ab 2013 deutschlandweit lokale Bündnisse für Bildung unterstützen. In diesen Bildungsbündnissen schließen sich vor Ort unterschiedliche zivilgesellschaftliche Akteure zusammen (z. B. Chöre, Musikgruppen, Sportvereine, Stiftungen, Bibliotheken, Theater- und Jugendgruppen), um bildungsbenachteiligte Kinder durch außerschulische Angebote zu unterstützen – insbesondere im Bereich der kulturellen Bildung.“ (http://www.buendnisse-fuer-bildung.de/de/kulturelle-bildung-schafft-chancen.php; 31.12.2013)

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert in den Jahren 2013 bis 2017 das Gesamtprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ mit insgesamt bis zu 230 Millionen Euro, welche durch 35 Programmpartner im Rahmen individueller Konzepte an lokale Bündnisse in Form von Projektförderungen vergeben werden. Hier finden Sie weitere Informationen zu „Kultur macht stark“.

ChanceTanz verbindet dabei die Vorgaben des Gesamtprogramms des BMBF mit den Zielen und Inhalten des „Bundesverband Tanz in Schulen e.V.“ Zu den Zielen und der Arbeit des Bundesverband Tanz in Schulen