programm      

video klip und kurzinformation

ChanceTanz fördert außerunterrichtliche Tanzprojekte für Kinder und Jugendliche mit erschwertem Zugang zu Kultur- und Bildungsangeboten. Die Projekte werden von lokalen Bündnissen getragen und einem Zweierteam geleitet, dem mindestens ein*e professionelle*r Tanzkünstler*in angehört.   

Die lokalen Bündnisse bestehen aus drei unterschiedlichen Akteuren, die die tanzkünstlerische Expertise, die Zielgruppenerreichung und die sozialräumliche Einbettung sicherstellen.

Als Programmpartner des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erhält der Bundesverband Tanz in Schulen e.V. von 2018 bis 2022 im Rahmen des Förderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ bis zu 7,5 Millionen Euro, die er an die von einer Expertenjury ausgewählten Projekte weiterleitet. Antragstellung sind jeweils zum 31. März und 30. September eines jeden Jahres möglich (Antragsfristen). In 2018 zusätzlich zum 21. Januar.

konzept

ChanceTanz fördert lokale Projektvorhaben, in denen Kinder und Jugendliche unter professioneller Leitung von Tanzkünstler*innen/Pädagog*innen an einem tänzerisch-kreativen Prozess teilhaben und diesen aktiv mitgestalten. Die erarbeiteten Ergebnisse der Projekte werden i.d.R. präsentiert. Neben der praktischen Seite des Angebotes sollen auch Möglichkeiten zur Rezeption von Tanz in Form von Aufführungs- oder Probenbesuchen professioneller Tanzkompanien oder Aufführungen von Peergruppen geschaffen werden.

Für die auf lokaler Bündnisebene zu konzipierenden Maßnahmen ist ein Formatrahmen vorgegeben, der individuell ausgestaltet werden kann und sich im Wesentlichen durch die Anzahl der Unterrichtsstunden unterscheidet (Tanz_Start Maßnahmen mit 30-40 Stunden Tanzunterricht; Tanz_Intensiv Maßnahmen mit 60-80 Stunden Tanzunterricht). Im Zweierteam gestalten professionelle Projektleiter*innen (Tanzkünstler*innen/Pädagog*innen), ggf. unterstützt durch ehrenamtlich Tätige individuelle Kursformate.

Zielgruppe für die Projekte sind Kinder und Jugendliche, die in Risikolagen aufwachsen, durch die ihre Bildungschancen beeinträchtigt sind. Lt. des nationalen Bildungsberichtes 2016 sind solche Risikolagen:

  • Soziale Risikolage (Erwerbslosigkeit der im Haushalt lebenden Elternteile)
  • Finanzielle Risikolage (geringes Familieneinkommen)
  • Bildungsbezogene Risikolage (geringe formale Qualifizierung des direkten Umfeldes)

Die Gruppen können altershomogen sowie altersübergreifend gestaltet sein. Auch die Einbeziehung von Eltern ist auf der Basis eines überzeugenden Konzeptes möglich (z.B. Einladung zu Präsentationen inkl. Workshop, gemeinsame Theaterbesuche). Bei der Zusammensetzung ist auf die Bedürfnisse und Interessenlagen der Teilnehmenden, sowie auf die Achtung kultureller Vielfalt Wert zu legen.

Träger der Maßnahmen sind lokale Bündnisse, die sich aus mindestens drei unterschiedlichen Arten von Institutionen zusammensetzen und die tanzkünsterlische Expertise, die sozialräumliche Verortung sowie die Zielgruppenerreichung gewährleisten. Die Bündnispartner formulieren eine Kooperationsvereinbarung, die eine oder mehrere lokale Projektmaßnahmen nach vorgegebenen Kriterien umfasst. Die lokalen Projektmaßnahmen müssen außerunterrichtlich und zusätzlich, sowie neuartig und in sich abgeschlossen sein.

kultur macht stark

Mit dem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ leistet das Bundesministerium für Bildung und Forschung einen Beitrag für mehr Bildungsgerechtigkeit.

„Jedes Kind und jeder Jugendliche soll die bestmöglichen Bildungschancen erhalten – unabhängig von der sozialen Herkunft. Mit dem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) deshalb seit 2013 außerschulische Angebote der kulturellen Bildung. In lokalen Bündnissen für Bildung setzen engagierte Bürgerinnen und Bürger bundesweit Projekte für Kinder und Jugendliche um, die aus Verhältnissen kommen, die den Zugang zu Bildung erschweren: Paten- und Mentorenprogramme, Leseförderungen, Ferienfreizeiten, Musik-, Tanz-, Theater- oder Zirkusaktionen. Durch die aktive Beschäftigung mit Kunst und Kultur erleben die Kinder und Jugendlichen persönliche Wertschätzung, sie entwickeln neue Perspektiven und erlernen wichtige Fähigkeiten für ein erfolgreiches und selbstbestimmtes Leben. Das Programm wurde um fünf Jahre verlängert und dauert nun bis 2022 an. Es ist in allen Bundesländern präsent: Aktuell setzen es 32 Verbände und Initiativen als Partner um und fördern die Bündnisse vor Ort. Es gibt schon mehr als 16.900 Angebote – und es werden immer mehr!“ (vgl. https://www.buendnisse-fuer-bildung.de/)

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert in den Jahren 2018 bis 2022 das Gesamtprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ mit insgesamt bis zu 250 Millionen Euro, welche durch 35 Programmpartner im Rahmen individueller Konzepte an lokale Bündnisse in Form von Projektförderungen vergeben werden. Hier finden Sie weitere Informationen zu „Kultur macht stark“.

ChanceTanz verbindet dabei die Vorgaben des Gesamtprogramms des BMBF mit den Zielen und Inhalten des „Bundesverband Tanz in Schulen e.V.“ Zu den Zielen und der Arbeit des Bundesverband Tanz in Schulen